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Wasserreichtum - Wasserarmut

Wasser ist Leben. Dieser Tatsache sind wir uns viel zu wenig bewusst, weil wir uns in der glücklichen Lage befinden, über ausreichend Wasser in bester Qualität zu verfügen. Erst bei einem Blick in die ärmsten Regionen der Welt - wie z.B. Afrika - wird uns der lebenserhaltende und lebensspendende Wert des Wassers in dramatischer Weise vor Augen
geführt:

Nach Schätzungen der WHO sind 80 Prozent aller Krankheiten und mehr als ein Drittel aller Todesfälle im Süden der Welt auf unzureichende Wasserversorgung zurückzuführen. Jährlich sterben schätzungsweise 1,5 Millionen Kinder im Alter unter fünf Jahren durch mangelnde Hygiene und unsauberes Wasser.

Darüber hinaus ist Wassermangel auch eine Ursache für die Verarmung von
Familien: Frauen und Mädchen müssen in vielen Ländern, so vor allem in ländlichen Gebieten Afrikas, mehrere Stunden dafür einsetzen, Wasser von weit entfernten Brunnen und Flüssen zu holen. Diese Zeit fehlt für andere Arbeiten und für den Schulbesuch. In städtischen Gebieten sind die ärmeren Bevölkerungsschichten oft gezwungen, Wasser von privaten Wasserverkäufern zu erstehen, das sehr viel teurer ist als das Leitungswasser, das in den Wohnvierteln der Wohlhabenden verfügbar ist.


Die Caritas OÖ. und das oberösterreichische Wasserversorgungsunternehmen WDLGmbH kooperieren bei einem Hilfsprogramm gegen Wasserarmut in Schwerpunktländern, die von der Caritas betreut werden. "Ich bedanke mich im Namen der Caritas für diese Initiative der WDL, denn mich freut es immer sehr, wenn ein Unternehmen mit einem so engagierten sozialen Projekt wie diesem in die Öffentlichkeit tritt. Das Hilfsprogramm "WASSERTROPFEN" der WDL zeigt, wie Unternehmen ihre soziale Verantwortung wahrnehmen können. Und es setzt auch ein deutliches Signal in der Öffentlichkeit, dass wir angesichts unseres Wohlstandes und Wasserreichtums jene Menschen nicht vergessen dürfen, die in anderen Ländern im Elend leben".

 

Mathias Mühlberger
Direktor der Caritas in OÖ

 

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