Projekte

 

Das 1. "WASSERTROPFEN" Projekt:

BRUNNENERNEUERUNG in der Diözese Kilwa-Kasenga/DR Kongo


Projektkoordination:

Caritas der Diözese Linz, Auslandshilfe, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz
DSA Susanne Hack, Tel. 0732/7610-2167, susanne.hack@caritas-linz.at

 


Projektbeschreibung:

Die Caritas Österreich engagiert sich seit über 20 Jahren in der Demokratischen Republik Kongo und versucht durch den Bau von Brunnen, Pumpen und Wasserleitungen in der Diözese Kilwa-Kasenga einen Beitrag zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation der Bevölkerung zu leisten. Die Diözese Kilwa-Kasenga liegt im Südosten der Demokratischen Republik Kongo an der Grenze zu Sambia und hat eine Fläche von 54.000km2 (zwei Drittel der Fläche von Österreich). Ca. 500.000 Menschen leben in der Region. 1987 begann die Caritas Österreich mit Hilfe des Wiener Salesianerpater Johann Kiesling aufgrund einer Choleraepidemie in der Region Kasenga Trinkwasserbrunnen und Pumpen zu bauen. Zwischen 1990 und 2002 wurden - auch mit finanzieller Unterstützung der EU und des Bundesministeriums für Auswärtige Angelegenheiten - 226 Pumpen und Brunnen gebaut und teilweise vertieft. Diese Aktivitäten wurden in Kurzzeiteinsätzen von einem österreichischen und einem deutschen Wassertechniker supervidiert. Lokale Animateure wurden für die Bewusstseinsbildung in ihrem Dorf und die Wartung und Instandhaltung der Pumpen angestellt. Monatlich wurde ein geringer Cent-Betrag für den Wasserverbrauch pro Haushalt eingehoben. Nach einer Evaluierung aus dem Jahr 1999 sank die Zahl der Darm- und Durchfallerkrankungen nach dem Bau der Brunnen und Pumpen deutlich.



Seit dem Vorjahr treten erstmals wieder vermehrt Cholerafälle in der Diözese Kilwa-Kasenga auf. Laut eines aktuellen Berichts der MONUC (Mission der Vereinigten Nationen in der DR Kongo) wurden im Jänner über 2000 Cholerafälle in der Provinz Katanga - in der die Diözese Kilwa-Kasenga liegt - gemeldet. Monatlich steigt die Zahl der Cholerafälle laut "Ärzte ohne Grenzen" um 60 an. Dies ist auch darauf zurück zu führen, dass viele Pumpen nach mehr als 15 Jahren trotz guter Wartung nicht mehr funktionstüchtig sind. So sind die Menschen gezwungen verschmutztes Wasser zu trinken, das die Frauen aus oft mehrere Kilometer entfernten Flüssen holen müssen. Dieser Entwicklung möchte die Caritas Österreich durch die Reparatur der Pumpen entgegenwirken. Vorerst ist es sinnvoll, sich auf eine bestimmte Region - die noch zu bestimmen ist - in der Diözese Kilwa-Kasenga zu beschränken, da es sich um ein sehr großes Gebiet handelt. Dazu wird ein (österreichischer) Wassertechniker die Funktionsfähigkeit einiger Pumpen im Zeitraum von drei Monaten erheben und einen lokalen Projektkoordinator einschulen. Die Wasserkomitees, die es in vielen Gemeinden gibt, werden in das Projekt einbezogen, da sie mittel- und langfristig für die Wartung der Pumpen verantwortlich sind.
Im Jahr 2000 kostete eine Pumpe, ein belgisches Produkt (ohne Transport und Installation), EUR 3000. Ein Projektbudget wird nach der Kongoreise von Karl Eisenhardt, Länderreferent in der österreichischen Caritaszentrale, im April vorgelegt.




Direkte Ziele:

•  Zugang zu sauberem Trinkwasser für die BewohnerInnen einiger Dörfer in der Diözese Kilwa-Kasenga
•  Reduktion von Darm- und Durchfallerkrankungen und Erkrankungen, die auf schlechte hygienische Bedingungen zurückzuführen sind
•  Reduktion der Kindersterblichkeit
•  Verbesserung der hygienischen Rahmendingungen

 

Indirekte Ziele:

•  Ökonomische Entlastung der Familien
•  Steigerung der Anzahl von Mädchen die die Schule besuchen und jungen Frauen, die eine Ausbildung machen

 

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